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EmailIm Jahr 1991 gründeten Phyllis Spira und Philip Boyd in den Townships von Kapstadt ein bisher einmaliges Tanzprojekt. Das Training der bekannten Prima Ballerina Phyllis Spiras aus Südafrika und die von ihr vorgelebte Disziplin und Begeisterung für den klassischen Tanz ermöglichte einigen ihrer Schüler den Sprung auf das internationale Parkett: Theo ist der erste Junge, der es durch seinen Tanz geschafft hat, aus den Townships in Africa herauszukommen. Er kehrt nach fünf Jahren Ausbildung und Tanzkarriere aus London zurück in seine Heimat. Nqaba tanzt seit zwölf Jahren und kommt durch Dance for All zu einem sechswöchigen Ballett-Training nach San Francisco – sein erster Aufenthalt im Ausland, der ihn nach den Sternen greifen lässt. Zandile kam erst mit 12 Jahren zu Dance for All – sie hat großes Talent und träumt davon, schnell berühmt zu werden und ein neues Leben zu beginnen. Der Film DANCE FOR ALL folgt den drei Tänzern Nqaba, Theo und Zandile auf ihrem Weg voller Träume und harter Arbeit.

Harter Alltag und die Schönheit des Tanzes
DANCE FOR ALL der Film zeigt den Stolz, die Leidenschaft und Anmut talentierter schwarzer Tänzer, die von einer besseren Welt träumen. Ein Traum, der durch harte Arbeit und diszipliniertes Training greifbar wird. DANCE FOR ALL ist ein bewegender Film über die Kraft des Tanzens, die alle Grenzen überwinden lässt.
Den beiden Regisseurinnen Viviane Blumenschein und Elena Bromund ist es auf sensible Weise gelungen, den Kontrast zwischen hartem Alltag der Townships und der Schönheit des Tanzes aufzuzeigen. In der Filmmusik treffen zwei Kulturen aufeinander: neben der bewegenden Musik südafrikanischer Künstler komponierten den Score die Experimentalmusiker Rudi Moser und Christian Meyer mit dem Gesang der südafrikanischen Sängerin Lungiswa.

Ein Tanzfilm
DANCE FOR ALL der Film ist neben dem dokumentarischem Character aber vor allem aber auch ein Tanzfilm, Höhepunkte bilden die Auftritte der Kinder und Jugendlichen. Immer wieder fliegen die jungen Talente voller Begeisterung und Konzentration durch die Übungsräume, zeigen die Profitänzer beeindruckende Choreographien und ihr erstklassigen Können. Der Unterschied zwischen der angeborenen Tanzbegabung der Afrikaner und den Bewegungsabläufen des Balletts wird thematisiert. Einmal sieht man die beiden Youth Company Mitglieder Nqaba und Mbulelo rappen: "Ich tanze Ballett, aber ich bin ein Gangster".

Am Ende steht der Auftritt der neu gegründeten Youth Company am Artscape Theatre Capetown. Auf der Bühne zeigen die Tänzer ihr Können, sind sie perfekt – hinter der Bühne sieht man Nervosität, Anspannung und bei Zandile die heftigen Probleme zu Hause, die im krassen Gegensatz zum glamourösen Tanz stehen.
Wenn man die konzentrierten Gesichter der Kinder und Jugendlichen sieht, wenn sie tanzen, ihren Stolz in ihrer anmutigen Haltung, versteht man, dass Tanz immer mehr ist, als nur eine Möglichkeit, aus den Townships zu kommen. Tanz ist Lebenshaltung, Disziplin und formt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Und Tanz ist vor allem eins – harte Arbeit.Weiterführende Links:

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